Stilles Factoring: was versteht man darunter?

Stilles Factoring - einfach erklärt

Beim stillen Factoring wird der Debitor nicht über die Abtretung der Forderung informiert, sodass dieser Sachverhalt für ihn also unsichtbar bleibt. Das Risiko für den Factor liegt beim stillen Factoring in der fehlenden Möglichkeit zur Verifizierung der Forderung. So kann der Factor nicht einfach Kontakt zum Debitor aufnehmen, um die Forderungen auf ihre Richtigkeit zu prüfen. So könnte ein Factoring-Kunde in betrügerischer Absicht, Forderungen, die gar nicht existieren, zum Verkauf anbieten.

Stilles Factoring – Voraussetzungen

Aus diesem Grunde wird ein Factoring-Unternehmen ein stilles Factoring nur mit Firmen vereinbaren, die eine einwandfreie Bonität vorweisen können. Beim stillen Factoring kontrolliert der Factor daher die Bonität des Kunden in regelmäßigen Abständen. Verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage des Factoring-Kunden, wird meist eine Sicherheitsverstärkung notwendig. Auch ist beim stillen Factoring die Übernahme der Delkrederehaftung meist ausgeschlossen.

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Der Gegensatz zu “Stilles Factoring” ist “Offenes Factoring”.


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