Zessionskredit: was ist das?

Der Zessionskredit ist ein Darlehen, das durch Abtretungen von Forderungen abgesichert wird.

Zessionskredit - einfach erklärt

Ein Zessionskredit ist ein Kredit, bei dem der Kreditgeber (z.B. eine Bank) eine Forderung des Kreditnehmers (z.B. offene Rechnungen von Kunden) als Sicherheit annimmt. Der Kreditnehmer tritt hierbei seine Forderungen aus Rechnungen, die er an seine Kunden gestellt hat, an den Kreditgeber ab. Dieser kann die Forderungen dann selbst einziehen oder an ein Factoring-Unternehmen weiterverkaufen.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Kredit, bei dem der Kreditgeber meistens Sachwerte als Sicherheit akzeptiert, akzeptiert der Kreditgeber beim Zessionskredit Forderungen des Kreditnehmers. Dadurch kann der Kreditnehmer seine Liquidität verbessern, indem er seine offenen Forderungen als Sicherheit einsetzt, ohne dass er auf die Einnahmen aus diesen Forderungen verzichten muss. Der Kreditgeber hingegen erhält durch die Übernahme der Forderungen eine zusätzliche Sicherheit und minimiert dadurch sein Ausfallrisiko.

Unterschiedliche Arten bei einem Zessionskredit

Es gibt verschiedene Arten von Zessionskrediten, je nachdem welche Art von Forderungen als Sicherheit eingesetzt werden:

  1. Forderungen aus offenen Rechnungen: Hierbei werden die Forderungen aus offenen Rechnungen als Sicherheit für den Kredit eingesetzt. Der Kreditgeber übernimmt diese Forderungen und der Kreditnehmer muss die offenen Rechnungen weiterhin selbst einziehen. Diese Art von Zessionskredit wird auch als echter Zessionskredit bezeichnet.
  2. Forderungen aus abgetretenen Rechten: Hierbei werden die Forderungen aus bereits abgeschlossenen Geschäften als Sicherheit für den Kredit eingesetzt. Der Kreditgeber übernimmt diese Forderungen und hat das Recht, diese selbst einzuziehen. Der Kreditnehmer hat bei dieser Art von Zessionskredit keinen Zugriff mehr auf die Forderungen. Diese Art von Zessionskredit wird auch als unechter Zessionskredit bezeichnet.
  3. Forderungen aus Verträgen: Hierbei werden zukünftige Forderungen aus Verträgen als Sicherheit für den Kredit eingesetzt. Der Kreditgeber übernimmt diese Forderungen und hat das Recht, diese selbst einzuziehen, sobald die Forderungen fällig werden. Der Kreditnehmer hat bei dieser Art von Zessionskredit keinen Zugriff mehr auf die Forderungen.

Die Art des Zessionskredits hängt von der Art der Forderungen ab, die als Sicherheit für den Kredit eingesetzt werden sollen.


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