Factoring-Ablauf: einfach erklärt

Factoring-Ablauf und Funktionen einfach erklärt.

Der eigentliche Factoring-Ablauf und die Funktionsweise ist schnell, kurz und bündig erklärt: Erstens verkauft das Unternehmen offene Forderungen an den Factoring-Partner. Zweitens zahlt der Factor die Rechnung an den Factoring-Nehmer. Drittens bezahlt der Kunde den Rechnungsbetrag der Forderung an Factor. Das wäre der Idealfall.

Der Factoring-Ablauf in 6 Schritten – einfach erklärt

Alles zum Ablauf von Factoring kurz und verständlich dargestellt:

Factoring-Ablauf in 6 Schritten einfach erklärt.
Schematische Darstellung des Factoring-Ablaufs

1. Warenlieferung oder Dienstleistungen

Beim Factoring-Ablauf ändert sich im ersten Moment nichts für Sie und Ihr Unternehmen. Sie beliefern auch als Factoringnehmer Ihre Kunden nach wie vor mit Ihren Waren oder Dienstleistungen.

2. Rechnungsstellung

Die daraus Ihren erbrachten Leistungen resultierenden Rechnungen fakturieren Sie an die jeweiligen Abnehmer.

3. Kopie der Rechnungen

Kopien Ihrer Rechnungen schicken Sie an Ihren Factoring-Partner. Der prüft die Bonität des Debitors/Kunden. Bei positiver Bewertung die Ausgangsrechnung im Rahmen des Ankauflimits umgehend aufgekauft. Wichtig für die Abtretung (Ankauf) ist die Verität, das heißt dass den Ausgangsrechnungen vollständig erbrachte Leistungen zu Grunde liegen müssen. Ebenfalls muss die Forderung abtretbar sein und frei von Ansprüchen Dritter.

4. Der Forderungsankauf

Factoring-Ablauf: Rechnungsankauf

Die Rechnung dient als Grundlage für den Ankauf. Zu erst werden die Daten auf der Rechnung geprüft – Rechnungshöhe usw. Die Rechnungsdaten werden heutzutage meist elektronisch (diverse Schnittstellen in der Buchhaltungssoftware) an den Factoring-Partner übermittelt. Dies spart neben Kosten auch Zeit, da die Rechnungen noch am selben Tag beim Factor eingehen.

Voraussetzung für den Ankauf ist die Verität der Rechnung. Das bedeutet, dass alle Leistungen zu 100 Prozent erbracht sein müssen, die Forderung abtretbar ist und frei von Rechten Dritter. Sind alle Bedingungen für den Ankauf erfüllt werden die Forderungen auf Grundlage des Rahmenvertrags angekauft.

Wie schnell der Factor die angekaufte Rechnung auszahlt hängt von den schriftlich geregelten Vereinbarungen ab. Es wäre jedoch nicht Factoring, wenn die Auszahlung nicht sofort erfolgt. Das bedeutet, dass die Factoring-Gesellschaft sofort auszahlt, sobald die Rechnung beim Factor eingegangen und überprüft ist. Die Factoring-Gesellschaft zahlt 80 bis 95 Prozent des Kaufpreises aus. Die restlichen 5 bis 20 Prozent dienen als Sicherheitseinbehalt. Damit werden eventuelle Mängel, Reklamationen oder sonstigen Ungereimtheiten abgedeckt.

5. Bezahlung durch den Debitor

Der Debitor begleicht die Forderung innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele direkt an den Factor.

6. Auszahlung des Sicherheiteinbehalt

Nach dem der Debitor die Forderung beglichen hat oder bei Fälligkeit der Ausgangsrechnung zahlt der Factor den Sicherheitseinbehalt an den Factoring-Nehmer umgehend aus oder wird aus anderen Gründen verrechnet. Sollte ein Debitor die Forderungen nicht begleichen, dann trägt der Factor das Delkredere wie oben beim Ankaufslimit beschrieben.

Mehr Informationen zu einzelnen Factoring-Funktionen.

Wie funktioniert Factoring in der Praxis?

Bevor Sie mit Factoring starten können müssen Sie als Erstes einen Factoring-Partner, perfekt passend zu Ihrem Unternehmen finden. Am Besten hier über das Portal, dadurch sparen Sie Zeit und Kosten.

Ist ein Kontakt hergestellt, prüft der Factor die Möglichkeit einer Factoring-Zusammenarbeit. Dazu werden die Bonität, die Forderungen sowie das Forderungsmanagement ihres Unternehmens analysiert. Ebenso werden die wichtigsten Abnehmer des Unternehmens auf ihre Kreditwürdigkeit und ihre vertragliche Beziehung zu ihnen als potentiellen Factoringkunden geprüft.

Fällt das Analyse-Ergebnis positiv aus, werden mit ihnen die Factoring-Konditionen (Factoring-Kosten) ausgehandelt. Abschließend wird die Zusammenarbeit mit einem Factoring-Vertrag besiegelt. Sind alle bisherigen Schritte abgeschlossen, dann beginnt der eigentliche Forderungsverkauf und einer Liquiditätssteigerung steht nichts mehr im Wege.

Und der Factoring-Ablauf funktioniert wie oben im Schaubild dargestellt und erklärt.

Wie hoch sind die Kosten beim Factoring?

Gibt es noch mehrere Factoring-Arten und -Varianten?


Sie auch hier auf dem Partner-Portal. Wie funktioniert Factoring?

Fazit zum Factoring-Ablauf

Gerade bei der schleppenden Zahlungsmoral oder auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten sind Forderungsausfälle für Unternehmen nur schwer zu kompensieren. Nicht selten geraten Firmen durch immer länger werdenden Zahlungsverzug selbst in finanzielle Schwierigkeiten.

Das hat zur Folge, dass diese den eigenen Zahlungsverpflichtungen nur schwer oder manchmal auch gar nicht nachkommen können. Da greift dann das Factoring, sofern man sich zuvor dafür entschieden hat, und beugt Forderungsausfällen vor.

Das eigene Beitreiben von überfälligen Forderungen ist meist auch mit einem erheblichen Zeitaufwand und zusätzlichen Kosten verbunden.

Da Sie nun wissen wie der Ablauf beim Factoring funktioniert, entscheiden Sie sich noch heute dafür und stellen eine Anfrage direkt hier über das Portal.

Factoring bringt Ihrem Unternehmen nicht nur schnelle Liquidität, sonder auch Entlastung, weil Sie Ihren Focus auf Ihr Kerngeschäft legen können.